Digitalmarketing – Lexikon

Neueste Einträge:

Meinungsführer

Ein Meinungsführer ist ein Rezipient, der sein Wissen gerne an andere weitergibt, um seine Kompetenz für ein bestimmtes Thema zu zeigen und um andere Personen von seiner eigenen Meinung zu überzeugen. Meinungsführer sind sehr wichtig in der Marketingansprache. Zielt eine Kampagne direkt auf die Meinungsführer und kann man diese begeistern und z.B. als Markenfans gewinnen, dann arbeiten sie als Opinion-Leader und Influencer faktisch für das Unternehmen.

Multiplikator

Ein Multiplikator ist im Onlinemarketing ein User, der sein Wissen (z.B. auch über eine mediale oder Werbebotschaft erfahren) gerne an Andere weitergibt. Die Motivation ist dabei oft, dass er sich als Meinungsführer oder Opinion-Leader positionieren möchte.

Loyalitätspyramide

Die Loyalitätspyramide beschreibt im Marketing den Status eines Kunden bzw. Kaufinteressenten. Auf der untersten Stufe befinden sich alle Internetnutzer, die zur Zielgruppe gehören. Diese User werden zu Websitebesuchern, sobald Sie zum Beispiel über Google auf die Webseite kommen. Wenn sich diese Besucher identifizieren, z.B. indem Sie einen Newsletter bestellen oder Informationen anfordern, werden Sie zu Leads. Auf diesen drei Stufen (User, Besucher und Leads) werden die Personen in der Regel rein vom Marketing angesprochen.
Der Lead (Kaufinteressent) wird zum Kunden und wird ab diesem Zeitpunkt schwerpunktmäßig von Vertrieb betreut. Aufgabe des Sales ist es nun, den Kunden zu halten und ihn über Kundenbindungsmaßnahmen in einen Stammkunden zu transformieren.

Loyalitaetspyramide

Permission-Marketing

Der ehemalige Yahoo-Manager Seth Godin prägte diesen Begriff. Er umfasst die These, dass ein „erlaubter“ Kontakt effizienter sei als eine breitgefächerte Kommunikationsstrategie. Im ersten Schritt reagiert ein Rezipient auf eine werbliche Ansprache bzw. agiert aktiv und ergreift die Initiative. Er wünscht die (weitere) Kontaktaufnahme durch den Anbieter. Bei jedem weiteren Kommunikationsschritt gibt der User sein mindestens implizites Einverständnis für den nächsten Kontakt. Dabei kann der Rezipient jederzeit sein Einverständnis widerrufen.
Permissionmarketing wird in der Regel dem Email-Marketing zugeschrieben und meint oft verkürzt das double-opt-in Verfahren beim Newsletter-Marketing.
Allerdings geht der Ansatz des permissionbased Marketing weit darüber hinaus und kann auf jede Direktmarketing-Strategie angewendet werden. Enthusiasten gehen sogar noch einen Schritt weiter und interpretieren es auch als Erlaubnis, wenn einer klassischen TV- oder Printkampagne Aufmerksamkeit geschenkt wird oder sogar noch allgemeiner, wenn einem Redner bzw. dem Gegenüber zugehört und die Kommunikation nicht abgebrochen wird. Dies ist etwas zu viel des Guten und man sollte den Ansatz des Permission-Marketing auf den Response-Marketing Bereich (Dialog-Marketing, Email-Marketing) beschränkt lassen.

ROAS

ROAS – Return on advertising spending ist der ROI als Verzinsung des für Werbezwecke eingesetzten Kapitals.

Listbroking

Im Listbroking werden Adressdaten verkauft oder vermietet. Diese stammen in der Regel aus Verzeichnissen und werden mit zusätzlichen Informationen angereichert. Teilweise stellen auch Firmen Ihre Kundenadressdaten anderen Unternehmen über einen Adressmakler zur Verfügung.
Zu den bekanntesten Listbrokern in Deutschland gehören Schober oder AZ-Direct

Lead

Für Leads gibt es viele Definitionen im responseorientierten Marketing. Ein Lead ist ein potenzieller Käufer, der Interesse an einem Produkt oder einem Unternehmen geäußert hat. Er wird meist über besondere Benefits oder Responseverstärker identifiziert, beispielsweise über die bewährte Probefahrtbuchung im Automobilbereich, über Gewinnspielteilnahmen oder über die Newsletterregistierung im ecommerce zum regelmäßigen Erhalt von Sonderangebotsemails.
Die Nachbearbeitung des Lead über regelmäßige Kontaktaufnahme hat das Ziel, den Kaufinteressenten eine höhere Stufe der Loyalitätspyramide erklimmen zu lassen.
Die Adressen und Daten der Leads werden teilweise auch im Listbroking gehandelt und an andere Firmen vermietet bzw. verkauft. Deshalb sollte man gerade bei Gewinnspielen auf die Teilnahmebedingungen achten. Es müssen Datenschutzbestimmungen angeführt werden, aus denen die Verwendung der eingegebenen Daten hervorgeht und denen man zustimmen muss.

cpl

cpl bedeutet cost-per-lead und ist ein Vergütungsmodell im Affiliatemarketing

Response

Response bedeutet übersetzt Antwort, Reaktion, Rückmeldung. Im Marketing bezeichnet dies die Reaktion auf eine Werbebotschaft. Hier sind aber nicht einfache Handlungen z.B. das Klicken auf einen Banner zu verstehen, sondern qualifiziertere Aktionen z.B. die Anmeldung zu einem Newsletter, das Anfordern eines Prospektes, die Teilnahme an einem Gewinnspiel bis hin zum Kauf eines Produktes. Der User signalisiert Interesse an dem Produkt und kann somit in einem Verkaufstrichter / Sales-Funnel weiter angesprochen werden. Um die Response-Rate (Anzahl der Responses im Verhältnis zur Aussendung der Werbebotschaft) zu erhöhen, bieten sich sogenannte Responseverstärker an. Klassischer Weise sind dies Gewinnspiele oder das Bestellen von Produktproben etc.

cpo

Der Ausdruck cpo steht im Onlinemarketing für „cost per order“. Im Affiliatemarketing bezahlt der Werbekunde (Merchant) den Publisher (Affiliate) nur, wenn über dessen Webseite ein Kauf generiert wurde. Die Höhe der Vergütung ist in der Regel eine Provisionierung von z.B. 5% des Bestellwertes.

Affiliate

Ein Affiliate ist im Affiliate-Marketing der Publisher, auf dessen Webseite die Werbung des Merchants geschaltet wird. Der Affiliate wird in der Regel über Provisionsmodelle, cpo oder cpl vergütet.

Merchant

Merchant (Kaufmann) nennt man im Online-Affilate-Marketing einen Händler, der als Werbekunde auf anderen Webseiten (die der Affiliates) Werbung schaltet.

Visits (VI)

Mit dem Begriff Visit (VI) sind im Onlinemarketing die Website-Besuche oder auch Sitzungen gemeint. Ein Visit besteht aus ein bis mehreren Seitenaufrufen (PI). Das Verhältnis von PI/VI ist ein Indikator für die Attraktivität der Internetpräsenz. Ein User, der eine Webseite besucht aber nicht weiter klickt, findet diese Seite so die Annahme weniger ansprechend. Eine davon abgeleitete Kennzahl ist die Absprungrate.

Absprungrate

Die Absprungrate ist im Onlinemarketing eine Kennzahl, die die Attraktivität des Internetauftritts für den Nutzer darstellt. Bei einer 100%-igen Absprungrate verlassen alle Nutzer nach dem ersten Seitenaufruf wieder das Webangebot. Bei einer Absprungrate von 50% jeder zweite. Die Absprungrate ist der Anteil der Sitzungen (Visits) mit nur einem Seitenaufruf an der Gesamtzahl aller Sitzungen und wird als Prozentwert angeben.

PageImpression (PI)

PageImpression oder PI sind Seitenzugriffe. Weitere Onlinemarketing-Kennzahlen sind Visits (Besuche) sowie User (Nutzer). PI ist immernoch DIE Währung im Internet. Der TKP (Tausender-Kontakt-Preis) gezieht sich darauf.

Traffic

Unter dem Onlinemarketing-Begriff „Traffic“ werden die Zugriffe auf eine Internetseite zusammengefasst. Diese lassen sich unterteilen in PageImpressions (PI), Visits (VI) und User.

SEO

SEO oder Search-Engine-Optimization ist eine Disziplin im Onlinemarketing, die darauf abzielt, dass die eigene Webpräsenz nach Eingabe des Suchbegriffs (Keyword) oder Suchstrings in Suchmaschinen möglichst weit oben auf der Suchergebnisseite (SERP) erscheint. Suchmaschinen – allen voran Google – sind die Haupt-Trafficquellen im Internetmarketing. Der Google-Algorithmus umfasst Berichten zufolge ca. 200 Kriterien, mit deren Hilfe Google für den User die relevantesten Suchergebnisse herausfiltert. Google verändert diesen Algorithmus ständig, SEO-Spezialisten und SEO-Agenturen versuchen ihn zu entschlüsseln und manipulativ auf die Suchmaschinenranking Einfluss zu nehmen.

SERP

Der Begriff SERP bezeichnet im Digitalmarketing die „Search Engine Result Page“. Damit ist die Suchergebnisseite bei der organischen Suche gemeint. Unter den Top-3 Suchergebnissen mindestens jedoch auf der ersten Seite zu stehen, ist die Herausforderung im SEO.

pps

pps bedeutet pay-per-sale und beschreibt eine Vergütung nach abgeschlossenem Verkauf (s.a. affiliate-marketing )