Lexikon

SEM

    SEM oder Suchmaschinenmarketing befasst sich mit den gekauften Einträgen auf den Suchergebnisseiten. Diese finden sich bei Google rechts in der Seitenleiste oder oben und sind mit „Anzeige“ gekennzeichnet.  Auch die Suchmaschinen Bing oder Yahoo bieten diese bezahlten Einträge an. Bei Google bucht der Werbetreibende mit Adwords (www.google.com/adwords) selbst die Anzeigen. Das Selbstbuchertool ist zunächst recht selbsterklärend und es gibt viele nützliche Tools wie den Keywordfinder oder Trafficestimator. Der Werbekunde nennt einen Klickpreis (z.B. 0,50 EUR) für einen definierten Suchbegriff, Keyword genannt, (z.B. Laufhose) und ein maximales Tagesbudget (z.B. 30 EUR). Er erstellt eine Textanzeige und fertig ist die Buchung. Fertig? – zumindest wird die Anzeige mehr oder weniger oft auf Google erscheinen. Die Häufigkeit und Reihenfolge der Anzeigen richtet sich nach dem Klickgebot und faktisch auch nach der Klickrate (ctr), Google möchte schließlich die Einnahmen maximieren und diese bestehen aus beiden Faktoren.

    Um mit SEM erfolgreich zu sein, bedarf es einiges an Einarbeitung, KnowHow und Erfahrung. Angefangen bei der Keywordauswahl (auch Kombinationen sind möglich), der Texterstellung und den Klickpreisen. Sehr wichtig ist die Erfolgskontrolle nach dem Klick. Man muss die Conversionrate messen, wieviele Sales oder Leads pro 100 Klicks generiert wurden und wie hoch der Erlös im Vergleich zu den Ausgaben ist. Es macht wenig Sinn mit guten Teaser – Texten viele teure Klicks zu erkaufen, die dann auf der Landingpage nicht konvertieren.

    Das Pendant zum SEM ist SEO , Search-Engine-Optimisation, hier geht es um das Ranking bei den organischen Suchanzeigen, den SERP s (Search Engine Result Page)

    Semantik

      Als Semantik wird die Bedeutungslehre bezeichnet. Für eine verbale Kommunikation müssen die Inhalte von einem Sender in Sprache codiert werden, die wiederum vom einem Empfänger verstanden und interpretiert wird. Dieser Codierungs- und Decodierungsprozess wiederum erfolgt nach logischen Formeln auf Grundlage von Begriffsdefinition und Grammatik. Hinzu kommen stilistische Mittel wie zum Beispiel Ironie, die für eine korrekte Intepretation erkannt werden müssen, ebenso ist der Kontext entscheidend.
      Für das Internetmarketing bedeutet das, dass viele Werbeformen nach einer semantischen Analyse automatisch kontextsensitiv ausgespielt werden könnten. Je nachdem welche Inhalte auf einer Website stehen, ändern sich die werblichen Informationen. Besonderen Einfluss hat dies auch auf Suchmaschinen. Je besser Suchanfragen zum Beispiel mit den Mitteln der KI (künstlichen Intelligenz) interpretiert werden, desto bessere Suchergebnisse erhält der User.
      Die Semantik bezieht sich nicht nur auf Sprache, sondern auch auf die Deutung von Bildern oder Videos.

      (siehe auch TU-Berlin)